Chronik

Chronik der Domäne Marburg

Im Folgenden werden wichtige Begebenheiten der letzten Jahre in und um die Domäne Marburg dargelegt. Aufgrund fehlender Unterlagen beginnen die Aufzeichnungen erst im Jahre 2003 anno Domini.

~ Anonymus, Gedächtnis der Domäne Marburg ~

Anno Domini 2003

Die Domäne Frankfurt tritt ihr Protektorat über die Stadt Gießen an die Domäne Marburg ab; Grund und Boden der Domäne Marburg umfasst fortan auch die Stadt Gießen. Die Domäne Marburg gerät ins Visier eines namenlosen, potenten Kontrahenten, der als „Mann in Weiß“ bekannt wird. Ursächlich hierfür scheinen Interessen mystischer und magischer Natur zu sein. Es gelingt die Vernichtung des Gegners. Ein übergeordnetes, weitreichendes magisches Phänomen, „Entität“ genannt, entwickelt sich. Genauer Hergang zweifelhaft, verstrickt mit dem Auftauchen eines Testaments eines alten und als vernichtet geltenden Mitglieds von Clan Tremere. Die magische Erscheinung ist seither von Bestand, ihr wird eine neutrale Position nachgesagt.

Anno Domini 2004

Prinzenwechsel aus politischen Gründen: Montepellier → Walton. Prinz Walton gilt wenige Wochen nach Amtsantritt als vermisst. Führungslosigkeit der Domäne erfordert erneuten Prinzenwechsel: Walton → HAL. Clan Giovanni, bisher ansässig in der Stadt Kassel, wird via prinzlichem Geheiß aus Kassel ausgewiesen. Die Stadt Kassel wird verwaltungstechnisch in die Domäne Marburg eingegliedert. Ein alter Kainit, unter Marburg ruhend, wird aufgefunden und vernichtet, angeblich soll es sich um einen Vertreter eines im Mittelalter verschollenen Clans gehandelt haben. Ein alter Kainit aus dem Blute der Tzimisce, Junesko, auch Zacharias genannt, versucht, Einfluss auf die Domäne zu nehmen, offensichtlich von Rachevorhaben getrieben. Sein Gefahrenpotential gilt als hoch.

Anno Domini 2005

Offene Kampfhandlungen gegen Junesko bzw. Zacharias. Der Domäne gelingt der Sieg. Prinz HAL und Ahnherr Gerhard von Wildenburg fallen in der Schlacht. Kurz nach diesem Kampf verlassen viele Mitglieder der Domäne die Stadt Marburg, Ursache unklar. Tod des Prinzen erfordert Prinzenwechsel: HAL → Neuhoff. Die Domäne ist geschwächt und ringt um ihr Bestehen. Geistererscheinungen sorgen für Unruhe in der Domäne.

Anno Domini 2006

Prinzenwechsel durch Abdankung: Neuhoff → Brückner. Es entstehen Schwierigkeiten mit Clan Seth. Offensichtlich wünscht dieser Clan eine Einflussnahme auf die „Entität“ (siehe 2003 anno Domini). Es entstehen Konflikte und Auseinandersetzungen mit der Domäne.

Anno Domini 2007

Die Bestrebungen Clan Seths können eingedämmt und durch Kampfhandlungen aufgehalten werden. Soweit bekannt, zieht sich Clan Seth nach diesem Fehlschlag aus den Gefilden Marburgs zurück. Die umliegenden Städte Kassel und Gießen werden endgültig als Domänengrund definiert und annektiert. Entstehung der Großdomäne Marburg – Kassel – Gießen. Die Stadt Wetzlar wird offiziell zum Autonomiegebiet erklärt. Ein marodierendes Anarchenklüngel sorgt für Unruhe in der Stadt. Führer des Rudels ist ein Kainit namens Timothy, ein alter Malkavianer ohne Sektenbekenntnis.

Anno Domini 2008

Timothy sorgt weiter für Störungen. Ein alter, in der Stadt Marburg ruhender Kainit scheint Fokus der zweifelhaften Interessen des Antagonisten zu sein. Timothy bedient sich unterjochter Kämpfer aus den Reihen der Anarchen. Im Herbst kommt es zu einer heftigen Auseinandersetzung, die die Domäne Marburg, unter Beistand der Domäne Nassau-Saarbrücken, für sich gewinnen kann. Timothy gilt nicht als vernichtet, scheint aber seit jener Schlacht Marburg den Rücken gekehrt zu haben. Es gibt Anzeichen auf Aktivitäten einer menschlichen Gruppierung mit fanatisch-religiösem Hintergrund.

Anno Domini 2009

Die fanatisch-religiöse Gruppierung ist weiterhin präsent, es ereignen sich vereinzelt Übergriffe auf Positionen der Domäne Marburg. Spärliche Resultate entsprechender Recherchen deuten auf einen spanischen Ursprung der „Bruderschaft“ hin. Eine Verstrickung mit dem Blute der Lasombra ist wahrscheinlich, eine Verbindung zum Sabbat besteht jedoch nicht. Bestrebungen seitens der Domäne, der Gefahr durch die Gotteskrieger Herr zu werden, scheitern. Als Reaktion auf die Kämpfe des Vorjahres gegen Timothy, in welchen viele Anarchen vernichtet wurden, werden Störungen durch Anarchen-Rudel beobachtet. Federführend ist ein erfahrener Anarch, unter dem Pseudonym „TANK“ bekannt, um den sich viele Schergen sammeln. Mutmaßliche Motivation ist Rache. Die Schäden durch die Anarchen bleiben überschaubar. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen ziehen sich die Störenfriede nach circa einem halben Jahr zurück. Im Herbst lädt die Domäne Marburg zu einer überregionalen Hofhaltung, an der Gäste der Domänen Nassau-Saarbrücken, Mannheim und Landau teilnehmen.

Anno Domini 2010

Die Gefahr durch die „Bruderschaft“ steigt; es mehren sich Übergriffe auf Kainiten. Die Gruppierung agiert im Verborgenen, ist kaum greifbar. Neben der Bruderschaft erscheint eine Fraktion aus freien Kainiten, die sich – offenbar aufgrund geschichtlicher Verbindungen – als direkter Kontrahent der Bruderschaft versteht. Namentlich ist diese Gruppierung als „Vindicta“ bekannt. Die Domäne Marburg geht in Ermangelung anderer Optionen ein loses Bündnis mit der Vindicta ein. Gemeinsam können wichtige Positionen im Kampf gegen die Bruderschaft errungen werden; im Jahresverlauf kann die Bruderschaft schließlich zerschlagen werden. In den Kampfhandlungen finden Prinzregent Trigg und mehrere Mitglieder der Domäne Marburg ihren endgültigen Tod.

Anno Domini 2011

Nach Jahren wechselhafter Leistungen bzw. einer in Summe enttäuschenden Bilanz enthebt Prinz Brückner den Rat der Erstgeborenen seines Amtes. Im Verlauf wird ein Senat zu Marburg etabliert, welcher an der Seite des Prinzen der Domäne vorsteht. Die Domäne Marburg gerät ins Visier scheinbar herrenloser, freier Ghule. Die Gruppierung agiert gekonnt und verborgen. Der Anführer dieser Gemeinschaft nennt sich „Erlat“, was offenbar aus dem Rotwelschen stammt und soviel wie „Meister“ bedeutet. Trotz vieler Recherchen kann der wahre Hintergrund der Gruppierung nur unzulänglich aufgeklärt werden, beispielsweise bleibt unklar, ob Erlat ebenfalls ein freier Ghul oder ein kainitischer Antagonist ist. Die Schergen der Gruppe versuchen Mitgliedern der Domäne nachzustellen, diese abzugreifen und sich von diesen zu ernähren. Die Gefahr kann durch Kampfhandlungen beendet werden, wenngleich davon auszugehen ist, dass nicht alle Mitglieder der Ghul-Gemeinschaft vernichtet wurden. Im Zuge öffentlicher Gefährdungen der Maskerade durch Mitglieder der Domäne Marburg gerät die Domäne gegenüber der Sektenführung in Schwierigkeiten. Prinz Brückner fällt im Zuge der Klärung dieser Vorkommnisse durch die Hand der Sektenführung in Starre. Der Senat herrscht fortan allein; zur Unterstützung in Amtsbelangen ruft der Senat Amtsgehilfen aus, die den Titel „Adlat“ tragen. Die Unebenheiten innerhalb der Domäne Marburg und die gefühlte Herrenlosigkeit werden durch eine Ahnin des Blutes Brujah ausgenutzt, welche fortan die Stadt Kassel als ihre Domäne annektiert. Wilhelmina von Weischenberg ruft sich als Prinz über Kassel aus und vergreift sich hiermit an Grund und Boden des ruhenden Prinzen Brückner. Die Ahnin fügt ihrer Ausrufung beschwichtigende Worte bei; sie wünscht eine friedliche Koexistenz der Domänen Marburg und Kassel.

Anno Domini 2012

Trotz weiterer Starre hält die Domäne Marburg ihren Prinzen und der Senat verwaltet die Stadt weiterhin stellvertretend. Doch der Senat gerät durch senatsinterne wie auch politische Unruhe zusehends ins Wanken. Im Frühjahr erwacht der Prinz aus der Starre und sucht, die unstete Gesellschaft zu festigen. Im weiteren Verlauf tritt der Senat öffentlich zurück – zu groß sind die Spannungen, zu gering der politische Einfluss. Parallel setzt sich ein neuer Primogensrat zusammen. Zu den innenpolitischen Spannungen und Veränderungen gesellen sich Auffälligkeiten in der Domäne, welche die Anwesenheit fremder kainitischer Kräfte vermuten lassen. Es gibt Hinweise auf Sabbat-Präsenz in der Region.

Anno Domini 2013

Die Befürchtung einer Sabbat-Präsenz des Vorjahres bestätigt sich vorerst nicht. Etwaige Auffälligkeiten in dieser Richtung bleiben aus. Stattdessen treten zusehends Schwierigkeiten mit Geisterwesen auf. Im Zuge der Abklärung wird offenbar, dass jene Wesen ihren Ursprung in den Tiefen der Unterwelt nehmen. Ihre mystische Quelle kann nur durch Zusammenarbeit zwischen der Domäne Marburg und Clan Giovanni verschlossen werden. Aufgrund der umfassenden Unterstützung durch Clan Giovanni wird die ehedem vorgenommene Ausweisung des Clans (siehe 2004 anno Domini) aufgehoben. Beide Parteien nähern sich an. Des Weiteren taucht in der Domäne Marburg eine neuartige Droge mit Namen „Dark-Steel“ auf, welche letztlich auf einen unerlaubt agierenden Anarchen zurückgeführt werden kann. Bei der Aufarbeitung dieses Falles wird bekannt, dass die Gerüchte über eine Sabbat-Präsenz in der Domäne Marburg doch bestätigt werden müssen.

Anno Domini 2014

Der in und um die Domäne Marburg präsente Sabbat sucht den Konflikt mit der Domäne, es kommt zu mehreren Kampfhandlungen mit Verlusten auf beiden Seiten. Soweit durch die Aktivitäten des Feindes und durch Recherchen abgeleitet werden kann, sucht der Sabbat keine direkte Übernahme der Domäne, sondern ein Artefakt namens „Aquila“, dessen Mythos bis in das antike Römische Reich zurückreicht. Angeblich sollen Fragmente dieses Artefaktes in der Umgebung der Domäne Marburg verschollen und verborgen sein. Der Sabbat agiert auf seiner Suche nach Aquila zumeist verdeckt; den Feind aufzuspüren und zu stellen ist eine aufzehrende und langwierige Herausforderung. Bis zum Ende des Jahres konnte der Sabbat nicht vom Grund und Boden der Domäne Marburg vertrieben bzw. vernichtet werden. Weiterhin wird im Frühjahr 2014 anno Domini auf Burg Stahleck ein Konklave abgehalten, an welchem auch Prinz Brückner und eine Delegation der Domäne Marburg teilnehmen. Die Domäne Marburg kann während dieser Versammlung zahlreiche Kontakte in andere Domänen begründen und die sich in Marburg ereigneten Unebenheiten (siehe 2011 anno Domini) mit der Sektenführung aufarbeiten und beilegen.

Anno Domini 2015

Der Konflikt zwischen dem Sabbat und der Domäne Marburg dauert an. In der Region agieren zwei verschiedene Konvente des Sabbat, die verschiedene Zielsetzungen verfolgen und daher auch sabbatintern Unebenheiten schüren: Das Konvent „Freiheit“ besteht aus Nomaden, gilt als unstet und ist geprägt durch innere Wechsel; das Konvent „Guardia“ besteht aus erprobten und fähigen Streitern des Sabbat, gilt als Bastion und untersteht einem alten Mitglied des Clans Lasombra, welches einem alten Adelsgeschlecht der Region zugehörig gilt. Es kommt zu mehreren schweren Auseinandersetzungen zwischen beiden Sekten, in denen die Domäne Marburg die Oberhand gewinnen und den Feind schließlich abwehren kann. Im Zuge des Sektenkonfliktes treten mehr und mehr Mythen um das Artefakt „Aquila“ auf (siehe 2014 anno Domini). Die Domäne Marburg kann einzelne Fragmente dieses Artefaktes aufspüren und damit in Sicherheit bringen. Unklar bleibt, ob es auch dem Sabbat gelang, Teile des Artefaktes an sich zu bringen. Es wird offenbar, dass die lange und verworrene Geschichte des Artefaktes über viele Jahrhunderte immer wieder Einfluss nahm auf die Entwicklung und die Geschicke der kainitischen Gesellschaft in der Region. Die Domäne Marburg begeht im November 2015 anno Domini ihr 200-jähriges Bestehen und lädt hierfür weit über die Grenzen der Domäne hinaus die Gesellschaft der Camarilla, um diesem Ereignis zu begegnen und der Camarilla Raum für eine große Zusammenkunft zu bieten. Unter den zahlreichen Gästen finden sich Kainiten aus Domänen der Länder Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechische Republik und Ungarn.

Anno Domini 2016

Menschliche Jäger tauchen in der Region auf. Die Aktivitäten der Jäger berühren die Domäne Marburg eingangs kaum, entwickeln sich aber im Verlauf zu einer ernsten Bedrohung, die die Domäne in einen schwierigen und blutigen Konflikt führt. Die Jäger stammen überwiegend aus dem osteuropäischen Raum; die bedeutendste Spur führt in das südöstliche Polen. Unklar bleibt, ob die Jäger zufällig oder bewusst in dieser Region auftauchten. Eine Verwicklung mit der Kirche scheint zu bestehen, ist aber nicht zentrales Element der Überzeugung und Motivation der Jäger. Der Konflikt fordert auf beiden Seiten hohen Tribut und die schwierige Lage der Domäne bedingt zusätzlich gesellschaftliche wie politische Instabilität. Der Domäne Marburg gelingt es nur mühsam, der Bedrohung der Jäger Herr zu werden und die inneren Schwierigkeiten zu überwinden. Die genannten Belastungen zeichnen verantwortlich dafür, dass die Domäne Marburg eine weitere Problematik kaum verfolgt: In der renommierten und international aufgestellten pharmazeutischen Industrie und Forschung der Stadt Marburg werden übernatürliche Einflussnahmen und Forschungen aufgedeckt, die jedoch – dies scheint gesichert – nicht von Kainiten unterhalten werden. Diese Unregelmäßigkeiten können nicht zufriedenstellend geklärt werden. Auch wenn diese Auffälligkeiten zum Ende des Jahres hin inaktiv oder gar beendet scheinen, bleiben Ursprung und mögliche Bedeutung ungeklärt.

Anno Domini 2017

Nach den schwierigen und aufzehrenden Geschehnissen des Vorjahres findet die Domäne Marburg zurück zu Stabilität, Struktur und Stärke. Demgegenüber stehen jedoch Unruhen und Konflikte in Wetzlar, d.h. in direkter Nachbarschaft zu Marburg. Auch wird ein mystischer Vorgang innerhalb der Domäne beobachtet, dessen Bedeutung und Entwicklung noch unklar sind …